Ein gelungener Tag trotz Vorrunden-Aus

Die Spieler des SV Mettlach sorgten nach dem 28. Volksbanken-Masters des Saarländischen Fußball-Verbandes im VIP-Raum der Saarlandhalle für Karnevalsstimmung: Auf den Köpfen trugen die SV-Akteure lustige Hüte und ließen bei einem Bierchen den Turniertag Revue passieren. „Die Hüte haben wir von den Spielern der SG Hochwald Zerf, die uns als Zuschauer unterstützt haben“, erzählte Mettlachs Vize-Kapitän Simon Engeldinger. Zum Rheinlandligisten pflegt der SV gute Beziehungen. Regelmäßig treffen beide Clubs auch in Freundschaftsspielen aufeinander. Zuletzt am Samstag. Da setzte sich Mettlach mit 4:1 durch. Weniger Grund zum Jubeln hatten die Blau-Weißen 24 Stunden später beim Masters: Nach zwei 1:3-Niederlagen gegen Oberligist FV Diefflen und Titelverteidiger SV Auersmacher war bereits nach dem zweiten Gruppenspiel klar, dass Mettlach in der Vorrunde ausgeschieden war. „Wir haben in beiden Spielen geführt. Da ist es natürlich bitter, dass es nicht gereicht hat“, meinte Trainer Holger Klein. „Trotz allem können wir aber stolz sein, weil wir uns gut präsentiert haben. Wir haben alles versucht und den Gegnern alles abverlangt.“
Mettlach stand in wichtigen Phasen auch das Glück nicht zur Seite: Das beste Beispiel hierfür gab es im Spiel gegen Auersmacher: Dreieinhalb Minuten vor Schluss zog Mettlachs Felix Klemmer beim Stand von 1:1 wuchtig ab. Das klatschte aber an den Pfosten. Fast im direkten Gegenzug scheiterte Auersmachers Nils Cuccu zunächst an SV-Torwart Damir Becker. Danach fiel das Leder wieder Cuccu vor die Füße – und im zweiten Versuch beförderte der Angreifer den Ball zunächst an den Innenpfosten. Von dort rollte er hinter die Linie. „Es ist einfach nicht ganz glücklich für uns gelaufen“, fand auch Engeldinger. „Es hat aber trotzdem mega Spaß gemacht, vor mehr als 3000 Zuschauern zu spielen.“
Darunter waren auch zahlreiche in blau-weißen Trikots gekleidete Mettlacher Anhänger. „Die Unterstützung war wunderbar. Wir sind happy, dass wir so viel lautstarke Unterstützung hatten“, erklärte Klein strahlend. Die Fans konnten dann immerhin im letzten Vorrundenspiel noch einen Sieg ihres Teams gegen den FV Eppelborn bejubeln. Matthias Schäfer brachte den SV mit einem satten Schuss von rechts mit 1:0 in Führung. Kapitän Alexander Riga traf per Kopf zum 2:0-Endstand. Engeldinger zog danach ein versöhnliches Fazit: „Wir wollten zum Masters – und das haben wir mit fünf Turniersiegen geschafft. Von daher war die Hallenrunde positiv“, analysierte der 24-Jährige. Einen Wermutstropfen gab es aber: Routinier Michael Ogrodniczek zog sich im Duell gegen Auersmacher vermutlich eine schwerere Knieverletzung zu. Bei dem 34-Jährigen besteht der Verdacht auf einen Innenband- oder Kreuzbandriss.
Nach der Hallenrunde gilt bei Mettlach nun die volle Konzentration der zweiten Saisonhälfte in der Saarlandliga. Das erste Pflichtspiel bestreitet das Team am 1. März beim Tabellenzweiten FV Eppelborn. Vor der Partie liegt Mettlach auf Rang 13. Am letzten Tag vor dem Ende der Wechselfrist hat der SV noch Mittelfeldspieler Meriton Mehmeti von Oberligist Röchling Völklingen verpflichtet. Der 24-Jährige lief für die Hüttenstädter diese Saison vier Mal in der Oberliga auf. Zuvor war Mehmeti in derselben Liga Stammspieler beim VfB Dillingen. Derweil hat Michael Heidt, der in der Hinrunde nur auf drei Einsätze kam, Mettlach verlassen. Der 22-Jährige schloss sich
Verbandsligist SV Losheim an.
(Quelle: Saarbrücker Zeitung vom 04.02.2020)