1:2-Heimniederlage gegen Primstal

Es läuft einfach nicht bei Fußball-Saarlandligist SV Mettlach: Am Samstag blieben die Blau-Weißen zum vierten Mal in Folge in der Liga sieglos. Nach dem 1:2 zu Hause vor knapp 100 Zuschauern gegen den VfL Primstal war die Stimmung beim SV so trostlos wie das trübe Herbstwetter. „Wir haben uns am Ende des Tages selbst geschlagen“, meinte der konsternierte Mettlacher Trainer Holger Klein kopfschüttelnd. „Vorne brauchen wir aktuell einfach zu viele Chancen, um Tore zu machen. Hinten kassieren wir leichte Gegentore, obwohl wir eigentlich nie viele Möglichkeiten des Gegners zulassen.“

Sehnt der 37-Jährige jetzt die Winterpause und ein wenig Abstand vom momentan eher tristen Liga-Alltag herbei? Klein: „Nein, eigentlich nicht. Denn dann würden wir mit einem schlechten Gefühl in die Pause gehen. Viel mehr freue ich mich, wenn bald Samstag ist – und wir die Chance haben, in Reimsbach die Trendwende zu schaffen.“ Zum Abschluss der Vorrunde wartet auf Mettlach nämlich das einzige Kreis-Duell: Am Samstag um 16.30 Uhr sind die Blau-Weißen bei Aufsteiger 1. FC Reimsbach zu Gast.

Aber zurück zur Partie gegen den neuen Tabellenachten aus Primstal: In der lief für die Gastgeber zunächst alles nach Plan. Im ersten Durchgang waren die Blau-Weißen das bessere Team. Bereits nach 16 Minuten brachte Matthias Schäfer den SV im Anschluss an einen Steilpass in Führung. „Danach hatten wir ständig den Ball und auch viele Möglichkeiten. Da müssen wir einfach das zweite Tor nachlegen“, fand Klein. Doch dies gelang nicht. Unter anderem scheiterte Felix Klemmer aus fünf Metern nach einer Hereingabe von André Paulus am stark parierenden Primstaler Schlussmann Simon Holz. „Da war ich eigentlich schon am Jubeln“, berichtete Klein. „Das war eine überragende Aktion von Holz. Ich weiß gar nicht, wie er den gehalten hat.“ Zudem forderten die Hausherren einmal vergeblich Elfmeter, als Julian Menzel im Strafraum nach einem Zweikampf zu Fall kam. Schiedsrichter Jörg Probst hatte allerdings keinen Regelverstoß gesehen. So ging es mit der knappen Mettlacher Führung in die Pause – und die stellte sich nach dem Seitenwechsel als zu dünnes Polster heraus. Neun Minuten nach Wiederbeginn kombinierte sich Primstal auf der rechten Seite durch – auch weil die SV-Abwehr zu ungestüm attackierte. „Da sind wir zu viel Risiko gegangen und haben uns taktisch schlecht verhalten“, ärgerte sich Klein. Die anschließende Hereingabe der Gäste landete bei Julian Scheid, der zum 1:1-Ausgleich vollstreckte. Scheid war es auch, der den Ball 17 Minuten danach nach einer Freistoß-Hereingabe zum 2:1-Siegtreffer für die Gäste einköpfte. Mettlach hatte danach noch Chancen zum Ausgleich. Aber wie es so ist, wenn es nicht läuft: Der Ball wollte einfach nicht zum 2:2 in den Kasten. Besonders eng war es in der Nachspielzeit, als ein Kopfball von Alexander Riga gegen die Laufrichtung von Torwart Holz statt ins Netz an den Innenpfosten und von dort zurück ins Feld sprang.

Mettlach bleibt nach der Niederlage weiter auf Platz 14 in der Tabelle. Allerdings schrumpfte der Vorsprung der Blau-Weißen auf einen Abstiegsplatz auf drei Zähler (bei drei Absteigern). Mit je drei Punkten weniger als der SV stehen die FSG Ottweiler-Steinbach und der FV Schwalbach auf Rang 15 und 16. Ottweiler-Steinbach bestreitet am morgigen Mittwoch noch ein Nachholspiel beim Tabellenzweiten FV Eppelborn.
(Quelle: Saarbrücker Zeitung vom 05.11.2019)